UTMB 2026: Diese Athleten zählen bei der CCC zu den Favoriten
Mit 101 Kilometern und 6050 Höhenmetern ist die CCC ein weiteres Finale der World Series, diesmal in der Kategorie 100K. Auch zwischen Courmayeur in Italien und Chamonix in Frankreich zeichnet sich ein packendes Duell ab. Die Titelverteidiger Martyna Mlynarczyk aus Polen und Francesco Puppi aus Italien fehlen in diesem Jahr und machen damit den Weg frei für neue Anwärter auf den Sieg.
Bei den Männern, fiebert Frankreich dem Start von Thomas Cardin (Team Kiprun) entgegen. Auf Distanzen zwischen 40 und 70 Kilometern ist Cardin nahezu unschlagbar. In dieser Saison ist er Vollzeit-Trailrunner geworden und hat den Schritt auf die längeren Distanzen bravourös gemeistert. Davon zeugen sein Sieg über die 100M-Distanz beim Chianti Ultra Trail by UTMB im März und sein starker 4. Platz bei der Western States, die er in diesem Jahr erstmals bestritt. Nach fünf Jahren kehrt er nun für den UTMB nach Chamonix zurück. 2021 war er Vierter bei der OCC geworden. Zuletzt gewann er die Marathon-Distanz des Grand Raid Kiprun 3 Vallées.
Auch Benjamin Roubiol (Team Asics Fuji Trail), 2023 Weltmeister im Trail Long, ist dabei. Nach Platz fünf bei der Skyrace des Matheysins und Rang 8. in Zegama gewann der Trailrunner im Juli den technisch anspruchsvollen Restonica Trail über 69 Kilometer und 3950 Höhenmeter. Mit entsprechend viel Selbstvertrauen reist er nach Chamonix.
Die französischen Läufer bekommen es mit dem Italiener Cristian Minoggio (Team Kailas Fuga) zu tun, dem Dritten über 90 Kilometer beim Mont Blanc und Zweiten beim jüngsten Monte Rosa Trail über 82 Kilometer. Ebenfalls am Start ist der US-Amerikaner David Sinclair (Team Craft), der 2025 Zweiter wurde, 2026 die TransVulcania gewann und nun auf Revanche aus ist. Dazu kommen der Neuseeländer Daniel Jones (Team adidas Terrex), der in diesem Jahr auf die Distanz zurückkehrt und 2024 Vierter war, der Chinese Guangfu Meng (Team Hoka), 2025 Sechster, sowie der Pole Andrzej Witek (Team Asics Fuji Trail), im vergangenen Jahr Dritter bei der OCC. Nicht zu vergessen der junge US-Amerikaner Hans Troyer (Team Hoka), der den 100-km-Lauf der Black Canyons Ultra gewann.
Bei den Frauen ist das Rennen völlig offen
Bei den Frauen erlebt die US-Amerikanerin Jennifer Lichter (Team Nike ACG) bislang ein makelloses Jahr 2026. Nach ihrem Rekordsieg bei der Western States Endurance Run im vergangenen Juni zählt sie zu den großen Favoritinnen.
Allerdings muss sie sich gegen die Chinesin Miao Yao (Team Nike ACG) behaupten, die 2025 die OCC gewann und sich auf der 100-Kilometer-Distanz immer stärker zeigt. Ihren jüngsten Sieg beim Val d’Aran by UTMB hat sie dafür eindrucksvoll genutzt. Ebenfalls zum Favoritenkreis gehört die Norwegerin Yngvild Kaspersen (Team adidas Terrex), Siegerin der CCC 2023 und konstant auf höchstem Niveau unterwegs. Hinter diesem Trio könnten die Neuseeländerin Caitlin Fielder (Team adidas Terrex), 4. bei der Western States 2026, und die Südafrikanerin Toni McCann (Team adidas Terrex), Siegerin der CCC 2024, für eine Überraschung sorgen. In jedem Fall zeichnet sich ein besonders offenes Rennen ab.
Bei den Französinnen musste Candice Fertin-Baccon (Team New Balance) ihren Start absagen. Marie Goncalves (Team Asics Fuji Trail), zuletzt Zweite über 80 Kilometer beim Lavaredo Ultra Trail, will ihre Entwicklung weiter vorantreiben und erstmals über 100 Kilometer an den Start gehen.