Festival des Templiers 2026: Francesco Puppi und Martyna Mlynarczyk gewinnen den Grand Trail des Templiers

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Von Luc Beurnaux

Veröffentlicht am So., 18. Oktober 2026

Festival des Templiers 2026: Francesco Puppi und Martyna Mlynarczyk gewinnen den Grand Trail des Templiers
© FLOE

Der Italiener Francesco Puppi, 2023 noch Zweiter, hat am Sonntag den Grand Trail des Templiers gewonnen. Wenige Minuten später triumphierte bei den Frauen die Polin Martyna Mlynarczyk.

Der mittelalterliche Zug von Templer-Rittern, der um 5 Uhr morgens in mystischer Atmosphäre durch Millau zog, ließ bei der 32. Ausgabe des Grand Trail des Templiers (80 km und 3400 Hm) auf einen legendären Renntag hoffen.

Rund sechseinhalb Stunden später hatte der Italiener Francesco Puppi (Hoka) sein Vorhaben in die Tat umgesetzt: Nach seinem zweiten Platz 2023 kehrte er zurück und holte diesmal den Sieg. Der Franzose Dimitri Morel-Jean, Anfang des Monats Sieger über 70 km beim UTMJ, hielt dem Transalpinisten über drei Viertel des Rennens mit Bravour stand. Dann ergriff der erfahrene Puppi, Zweiter bei den vergangenen Western States, seine Chance, als es härter wurde und die Causses mit ihrem zermürbenden Wechsel aus steilen Trails und schnellen Wegen warteten. „Bei Kilometer 55 habe ich wieder angezogen, gekämpft und daran geglaubt“, sagte der Italiener mit den langen Haaren.

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Francesco Puppi

Dimitri Morel-Jean selbst hatte damit nicht gerechnet. „Wenn man mir heute Morgen gesagt hätte, dass ich hier lande ... Schon bei Kilometer 24 wusste ich aber, dass etwas möglich ist. Zu viert kamen wir gemeinsam an der Verpflegungsstation an. Das ist das schönste Rennen meines Lebens!“

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Dimitri Morel-Jean

Benjamin Roubiol (Asics) komplettierte das Podium. Bei der Pressekonferenz der Eliteathleten am Vortag hatte der frühere Trail-Weltmeister erklärt, dieser Lauf sei ein „Bonusrennen“, bei dem er ohne Druck genießen wolle.“ Die Herausforderung mit Spaß meisterte er mit Bravour und schaffte es aufs Podium.

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Benjamin Roubiol

Drei Debütantinnen auf dem Frauenpodium

Bei den Frauen setzte sich die Polin Martyna Mlynarczyk (Hoka) durch. Sie hatte in diesem Jahr bereits den 50K-Lauf beim Trail Alsace by UTMB gewonnen und lief von den ersten Kilometern an der Spitze. Diese Position gab sie nicht mehr ab. Ohne an den Verpflegungsstellen Zeit liegen zu lassen und mit kontinuierlich wachsendem Vorsprung kontrollierte die dunkelhaarige Polin ihr Rennen und ihre Konkurrentinnen: „Das war meine Strategie: Ich konzentriere mich auf mein Rennen!“, fasste sie im Zielbereich zusammen. Zugleich sei sie von dem „schönen, aber schwierigen Rennen sehr gezeichnet“ gewesen.

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Martyna Mlynarczyk nimmt wenige Meter vor der Ziellinie den Lorbeerkranz der Siegerin entgegen

Ihre Verfolgerinnen lagen lange dicht beieinander. Für eine Überraschung sorgte schließlich die 37-jährige ehemalige französische Nationaltriathletin und frühere U23-Duathlon-Weltmeisterin Alexandra Cassan-Ferrier, die den für sie neuen Kurs auf Platz zwei beendete. „Dieser Start in der Nacht war unglaublich. Ich hatte Angst, zu schnell losgelaufen zu sein, aber die Anfeuerungen in den Dörfern haben mir auf der gesamten Strecke jedes Mal einen neuen Schub gegeben“, sagte die frühere Universitätsweltmeisterin im Triathlon.

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Alexandra Cassan-Ferrier, Zweite

Komplettiert wurde das Podium von Audrey Tanguy (Hoka), die dabei ihr gewohntes Lächeln zeigte. Trotz heftiger Bauchschmerzen verwies sie Adeline Martin (Kiprun) auf den vierten Platz, die bis dahin um einen Podiumsplatz gekämpft hatte. Die erfahrene Bergläuferin Audrey Tanguy sprach von einem langen Leidensweg, erkannte aber auch, „dass sie auf flachen Passagen gar nicht so schlecht ist!“ Die beiden ehemaligen französischen Bahnläuferinnen Charlotte Mouchet (8:04:14, Salomon) und Maëva Danois (8:10:43, Asics), die jeweils achtmal für Frankreich nominiert wurden, belegten die Plätze fünf und sechs.

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Audrey Tanguy vor Adeline Martin

Top 5 Grand Trail des Templiers

Männer

1) Francesco Puppi (Italien): 6:32:20

2) Dimitri Morel-Jean (Frankreich): 6:39:27

3) Benjamin Roubiol (Frankreich): 6:44:09

4) Pierre Galbourdin (Frankreich): 6:45:00

5) Tracen Knopp (USA): 6:46:27

Frauen

1) Martyna Mmynarczyk (Polen): 7:41:18

2) Alexandra Cassan-Ferrier (Frankreich): 7:46:22

3) Audrey Tanguy (Frankreich): 7:51:05

4) Anna-Stiina Erkkila (Finnland): 7:55:29

5) Charlotte Mouchet (Frankreich): 8:04:14