Trail Test Camp by Finishers: Die Awards 2026 stehen fest

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Von La rédaction

Veröffentlicht am Mi., 9. September 2026

Aktualisiert am Mi., 9. September 2026

Trail Test Camp by Finishers: Die Awards 2026 stehen fest

Vom 18. bis 21. Mai nahmen 20 sorgfältig ausgewählte Tester beim ersten Trail Test Camp im Lioran im Cantal die besten Trailschuhe auf dem Markt unter die Lupe. Nun stehen die Awards fest, die persönlichen Favoriten der Tester. Trommelwirbel! 🥁

Trail Test Camp by Finishers, die Awards 2026 stehen fest
Trail Test Camp by Finishers - Die Awards 2026 stehen fest

«Trail Test Camp»: Trailtests neu gedacht

Das von Finishers ins Leben gerufene «Trail Test Camp» ist ein neuartiges Event. Es soll zur größten partizipativen Bewertung von Trailschuhen werden, die je in Frankreich organisiert wurde. Die Verbindung aus Erfahrung, Praxis und digitaler Auswertung ermöglicht 20 Testläufern aller Leistungsstufen, darunter zehn Männer und zehn Frauen, ein außergewöhnliches Erlebnis. Keiner von ihnen steht dabei unter Vertrag mit einer Marke.

Die große Stärke des Trail Test Camp liegt in seinem Testprotokoll. Die Tester absolvierten rund 40-minütige Einheiten mit verschiedenen Modellen aus vier zentralen Kategorien: Gravel-All Round, Ultra, All Mountain und Race. Eine Besonderheit: Einige Tests fanden in völliger Dunkelheit statt. So sollte der Einfluss visueller Eindrücke ausgeschaltet und ausschließlich das Empfinden beim Laufen bewertet werden. Aus den Rückmeldungen der 20 Tester mit ihren unterschiedlichen Profilen wurden anschließend die Awards ermittelt.


AWARD-KATEGORIE: GRAVEL

NNORMAL CADÍ

Die NNormal Cadì präsentiert sich in der Gravel-Kategorie als markanter Allrounder. Sie verbindet erstklassige Stabilität mit einer minimalistischen Ausrichtung, die sich bestens für gemischte Strecken eignet.

Beim Hineinschlüpfen überzeugt das Team ein leichtes Tragegefühl und eine Passform, die sofort als ausgewogen beschrieben wird. Die großzügige Zehenbox lässt dem Vorfuß natürlichen Spielraum. Das klassische Schnürsystem sorgt für präzisen Halt. Einige Tester vermissen allerdings eine Möglichkeit, die Schnürsenkel zu verstauen, deren beträchtliche Länge störend sein kann.

Auf dem Trail bestätigen die Praxistests die außergewöhnliche Stabilität und den sicheren Sitz. Der Schuh umschließt den Fuß zuverlässig und ermöglicht eine präzise Linienwahl. Die Außensohle gehört zu seinen unbestrittenen Stärken: Die Tester loben ihre bemerkenswerte Standfestigkeit. Gerade auf technischen Passagen vermittelt diese Basis ein hohes Maß an Sicherheit.

Dynamisch zeigt sich die Sohle ausgewogen. Mehrere Tester beschreiben den Schuh als spritzig und bescheinigen ihm einen effizienten Abrollvorgang. Diese Reaktionsfreude wird allerdings durch eine straffe Dämpfung unter dem Fuß gebremst. Die steife Plattform gibt Energie direkt zurück, sorgt auf Asphalt aber für eine harte Dämpfung. Mehrere Rückmeldungen nennen wenig Bounce und Flexibilität. Das unterstreicht die Ausrichtung als robuster, bodennaher Allrounder.

Sobald die Straße endet, überzeugen Grip und Traktion der Außensohle. Die Stollen greifen auf Erdwegen hervorragend und ermöglichen einen gleichmäßigen, kontinuierlichen Schritt. Ein flexibler Zehenschutz bewahrt den Vorfuß wirksam vor alltäglichen Hindernissen, fällt für besonders grobe, felsige Umgebungen jedoch eher leicht aus.

Die NNormal Cadì ist ein präziser, leichter und stabiler Gravel-Schuh, bei dem sicherer Halt und effiziente Traktion im Mittelpunkt stehen. Zu seinen größten Stärken zählen die vertrauenerweckende Stabilität, der vorbildliche Sitz und die Dynamik. Abstriche gibt es bei der Härte der Sohlenkonstruktion und beim nur moderaten Schutz gegen größere Hindernisse. Der Schuh richtet sich an Läufer, die ein technisches Modell für regelmäßige Einheiten auf gemischten Strecken suchen, auch auf anspruchsvollen Bergwegen.



MOUNT TO COAST H1

Der Mount to Coast H1 ist eine technische Option in der Gravel-Kategorie. Seine bodennahe Konstruktion verbindet geringes Gewicht mit Flexibilität.

Beim Anziehen vermittelt der Schuh einen insgesamt leichten Eindruck sowie sofortigen, gleichmäßigen Komfort. Die präzise, den Fuß eng umschließende Passform wird durch ein hochwertiges, atmungsaktives Mesh ergänzt. Besonders auffällig ist das Schnürsystem mit doppelter Fixierung: Vorfuß und Rist lassen sich separat einstellen.

Die Praxistests bestätigen die bemerkenswerte Wirkung dieses Verschlusssystems. Die Schnürung wird als außergewöhnlich beschrieben und hält den gesamten Fuß konsequent und gleichmäßig. Besonders die Ferse sitzt sicher an ihrem Platz. Dieser hervorragende Halt trägt unmittelbar zur hohen Stabilität bei, die auf gemischten Untergründen als beruhigend und vertrauenerweckend bewertet wird.

Dynamisch präsentiert sich das Modell ausgewogen und reaktiv. Die Tester beschreiben es als flüssig und dynamisch, geeignet für lockere Läufe ebenso wie für schnellere Einheiten. Das Sohlenprofil wirkt teils minimalistisch und unterstützt einen bodennahen Laufstil. Die Dämpfung wird als weich empfunden, auch wenn einzelne Rückmeldungen von einer begrenzten Filterung oder weniger Dämpfung im Vorfuß sprechen.

Abseits des Asphalts bietet die mit kleinen Stollen versehene Außensohle guten Grip, besonders bergauf auf Erdwegen. Mehrere Tester berichten allerdings von einem rutschigeren Verhalten oder begrenzter Haftung auf bestimmten Untergründen. Auch der Rundumschutz hat Grenzen: Der Zehenschutz reicht auf technisch anspruchsvollstem Terrain nicht immer aus.

Der Mount to Coast H1 richtet sich an Läufer aller Statur, die einen vielseitigen Schuh für hybride Road-to-Trail-Einheiten suchen, auf festen Untergründen auch bis hin zur Ultramarathondistanz. Er bewegt sich souverän auf unterschiedlichsten Strecken, vom Urban Trail bis zu wenig technischen Wegen. Komfort, geringes Gewicht und die präzise Schnürung ermöglichen dabei ein gleichmäßiges Tempo.



AWARD-KATEGORIE: ULTRA

ON CLOUDULTRA PRO

Der On Cloud Ultra Pro ist in der Kategorie Trail–Ultra ein hybrides Modell für Performance und flüssiges Abrollen auf schnellen, wenig technisch geprägten Trails.

Schon im Stand fällt der hohe Einstiegskomfort auf. Die dünne Zunge schmiegt sich präzise an den Fuß, ohne Druckstellen zu erzeugen. Eine technische Besonderheit ist die Schnürung: Gezahnte Schnürsenkel halten die anfängliche Spannung konstant und verhindern, dass sie während der Belastung nachlässt.

Das strukturierte, besonders luftige Mesh sorgt für eine gute Temperaturregulierung. Einzelne Tester spüren je nach Fußform allerdings eine leichte Erhebung an Knöchel oder Fußgewölbe. Das Innenvolumen ist nicht übermäßig eng und ermöglicht nach dem Festziehen einen guten Halt.

Auf dem Trail zählen Dynamik und geringes Gewicht zu den klaren Stärken. Der Schaumstoff gibt Energie effizient zurück, während der Rocker den Vortrieb unterstützt. Auf schnellen, laufbaren Abschnitten ist der Schuh dadurch besonders leistungsfähig. Diese Lebendigkeit geht jedoch mit einer ausgeprägten Instabilität einher. Ein Teil der Tester beobachtet, dass der Schuh bei der Belastung nach außen wegkippt, besonders auf unebenem Untergrund und bei schwereren Läufern. Für technisches Terrain ist das eine klare Einschränkung.

Beim Schutz fällt die Bilanz mit Blick auf die Ultra-Distanz gemischt aus. Der Zehenschutz wird von einigen Nutzern als stabil bewertet, die Zwischensohle filtert den Untergrund jedoch nur mäßig. Der bodennahe Eindruck ermöglicht zunächst präzise Schritte, kann den Fuß über viele Stunden aber stärker ermüden. Auf trockenen, befestigten Wegen funktioniert der Grip gut. Auf nassen oder losen Untergründen stößt das Stollenprofil an Grenzen und die Haftung wird unberechenbarer. Die Haltbarkeit des Meshs ist für regelmäßiges Training überzeugend.

Das Modell richtet sich an leichte bis mittelschwere Läufer, die einen dynamischen und atmungsaktiven Schuh für Distanzen vom kurzen Rennen bis zum Ultra suchen. Der On Cloud Ultra Pro spielt seine Stärken auf laufbaren Wald- und Bergstrecken aus, wo Vortrieb und Einstiegskomfort wichtiger sind als maximale Stabilität und Schutz für Ultras im Hochgebirge.



KIPRUN KIPSUMMIT MAX

Die Kiprun Kipsummit Max ist in der Kategorie Trail–Ultra auf lange Ausdauerleistungen ausgelegt. Großzügige Dämpfung und eine schützende Konstruktion sollen auch auf langen Distanzen Reserven sichern.

Schon beim Hineinschlüpfen überzeugt der unmittelbare Komfort. Die Mehrheit der Tester beschreibt ein Gefühl wie in einem Hausschuh. Viel Schaumstoff am Schaft und eine besonders dicke Zunge umschließen den Fuß weich. Die sehr geräumige Zehenbox lässt dem Vorfuß maximale Bewegungsfreiheit. Im Stand wirkt der Schuh auf einige Nutzer allerdings klobig oder wie ein «Dampfer». Die Schnürung sorgt grundsätzlich für guten Halt, die teils als zu kurz empfundene Zunge gibt jedoch wiederholt Anlass zur Kritik.

In Bewegung sind Fußhalt und Stabilität die wichtigsten kritischen Punkte. Rund ein Drittel der Rückmeldungen nennt Instabilität und einen nicht konsequent genug fixierten Fuß, vor allem an Ferse und Mittelfuß. Die weiche Struktur kann beim Abheben oder auf unsicheren Tritten ein schwimmendes Gefühl erzeugen und mindert auf sehr ruppigem Terrain den ermüdungshemmenden Nutzen des Halts. Bei Fersenlandungen bergab vermittelt die dicke Schaumschicht hingegen eine beruhigende Stabilität.

Abrollverhalten und Dynamik gehören für einen Teil der Tester zu den Stärken. Ein ausgeprägter Rocker erleichtert den Übergang nach vorn und unterstützt einen effizienten Abdruck, sodass der Schritt auch nach vielen Stunden flüssig bleibt. Die sehr weiche Dämpfung filtert dank der hohen Sohlenkonstruktion den Untergrund umfassend und schützt den Körper wirksam vor wiederholten Schlägen.

Grip und Schutz bestätigen die Ausrichtung als All-Terrain-Modell. Die Sohlenkonstruktion bietet mit klassischen Stollen ordentliche Traktion und bleibt auf unterschiedlichen Böden vielseitig. Ein großer, steifer Zehenschutz sichert den Vorfuß gegen Hindernisse. Das strukturierte, gut belüftete Mesh ergänzt die robuste Konstruktion und schützt den Fuß auch über lange Zeit.

Das Modell richtet sich an Läufer jeder Statur, von leicht bis schwer, die lang anhaltenden Komfort und maximale Untergrundfilterung suchen. Die Kiprun Kipsummit Max eignet sich besonders für Ultra-Trails und sehr lange Läufe auf abwechslungsreichen Wegen, bei denen Schutz und Ermüdungsmanagement wichtiger sind als maximale Präzision beim Auftritt.



AWARD-KATEGORIE: ALL MOUNTAIN

SCOTT KINABALU TRAIL

Der Scott Kinabalu Trail ist in der Kategorie All Mountain eine leichte und dynamische Plattform. Agilität und Energierückgabe stehen auf unterschiedlichsten Trails im Mittelpunkt.

Beim Anziehen vermittelt der Schuh sofortigen Komfort, den die Tester dank der dünnen, flexiblen und eng am Rist anliegenden Zunge häufig als «Schalen»-Gefühl beschreiben. Die breite Zehenbox bietet dem Vorfuß viel Raum und hält die Gesamtpassform dennoch präzise. Ein wiederkehrender Kritikpunkt ist die Schnürung: Fast die Hälfte der Tester empfindet die Schnürsenkel als zu dünn und rutschig. Das erschwert eine optimale, dauerhafte Fixierung. Einige Rückmeldungen nennen außerdem den hohen Schaftrand als mögliche Druckstelle.

In Bewegung zählen geringes Gewicht und Dynamik zu den wichtigsten Eigenschaften. Mehr als zwei Drittel der Tester bestätigen das. Die straffe Dämpfung liefert eine wirkungsvolle Energierückgabe und macht den Schuh auf flachen Abschnitten und bergauf besonders spielerisch und reaktionsfreudig. Dazu kommt ein überzeugender Grip: Außensohle und markante Stollen bieten auf vielen Untergründen, auch auf weichem Boden und bei Nässe, zuverlässige Traktion und vermitteln Sicherheit beim Auftritt.

Fußhalt und Stabilität sind auf den meisten Untergründen dank der bodennahen Plattform zufriedenstellend, was eine präzise Platzierung ermöglicht. Auf steilen oder abschüssigen Trails kann die Stabilität jedoch nachlassen. Die weiche Dämpfung und das dünne Obermaterial lassen den Fuß im Schuh leicht schwimmen. Beim Schutz zeigt das Modell für seine Kategorie eine deutliche Schwäche: Mehr als die Hälfte der Tester vermisst seitliche Verstärkungen und bewertet den Zehenschutz als zu minimalistisch oder zu wenig umfassend. Das spart Gewicht und verbessert die Atmungsaktivität, setzt den Fuß in Geröllfeldern und sehr technischem Berggelände aber stärker direkten Stößen aus.

Der Scott Kinabalu Trail richtet sich an leichte bis mittelschwere Läufer, die einen agilen, leistungsfähigen Schuh für Distanzen von 10 bis 50 Kilometern suchen. Sein dynamischer Charakter und die hervorragende Untergrundfilterung machen ihn zur passenden Wahl für erfahrene Läufer, die auf abwechslungsreichen Trails Tempo machen wollen und dafür begrenzten Schutz im rauen Hochgebirge in Kauf nehmen.



BROOKS CASCADIA 20

Die Brooks Cascadia 20 ist ein vielseitiges Modell der Kategorie Trail/All Mountain. Es verbindet Schutz und Komfort auf unterschiedlichsten Strecken.

Beim Anziehen fällt der hohe Einstiegskomfort auf, den eine große Mehrheit der Tester als weich beschreibt. Die großzügige Polsterung an Schaft und Ferse sorgt für ein angenehmes Hineinschlüpfen. Die flachen Schnürsenkel laufen durch eine elastische Schnürsenkeltasche an der Zunge und halten den Fuß zuverlässig. Die Passform ist allerdings eher eng. Ein Teil der Nutzer empfindet die Zehenbox als schmal, was die Präzision verbessert, breitere Füße aber benachteiligt.

In Bewegung ist der Halt ein kritischer Punkt. Auf laufbaren Trails funktioniert er ordentlich, doch mehr als die Hälfte der Tester berichtet von deutlicher Instabilität, sobald das Gelände technisch oder abschüssig wird. Der Knöchel bietet auf unsicheren Tritten nicht immer genug Unterstützung. Umso mehr wird die Sohlenabstimmung für ihren Kompromiss aus Komfort und Dynamik gelobt: Auf flachen und ansteigenden Passagen rollt der Schuh flüssig und energisch ab. Ein Rocker im Vorfuß erleichtert den Übergang.

Grip und Traktion gehören zu den großen Stärken der Brooks Cascadia 20. Die mit effizienten Stollen und Vibram-Technologie ausgestattete Außensohle liefert auf unterschiedlichsten Untergründen, auch in Geröllfeldern und auf losem Boden, konsequente Traktion. Der Fuß ist dank des stabilen Zehenschutzes und der ausreichend starken Sohle gut geschützt. Das Mesh wirkt zwar bei Hitze teils dick und wenig atmungsaktiv, trägt aber zur Struktur und zur Robustheit des Obermaterials bei.

Das Modell ist eine vielseitige Lösung für Läufer aller Leistungsstufen, die einen stabilen und robusten Schuh für 20 bis 60 Kilometer suchen. Seine schützende Dämpfung und der technische Grip prädestinieren ihn für Mittelgebirge und abwechslungsreiche Untergründe. Wer über lange Zeit Wert auf Filterung und Komfort legt, muss auf den technischsten Trails allerdings Abstriche bei der Stabilität akzeptieren.



AWARD-KATEGORIE: RACE

ASICS FUJISPEED 4

Der konsequent auf Performance ausgelegte Asics Fujispeed 4 zeichnet sich durch geringes Gewicht und hohe Reaktionsfreude aus. Er ist für hohe Tempi in der Kategorie Trail–Race konzipiert.

Beim Anziehen fallen das sehr geringe Gewicht und die präzise, eng anliegende Passform auf. Hochwertige Polster an Schaft und Ferse sorgen trotz des minimalistischen Obermaterials für angenehmen Einstiegskomfort. Die Schnürung ist jedoch für fast 60 Prozent der Tester ein Schwachpunkt: Die Schnürsenkel gelten als zu dünn und teilweise zu kurz, was das Einstellen erschwert und durch Druck an der Oberkante der Zunge unangenehm werden kann. Das Innenvolumen ist knapp bemessen und bietet dem Vorfuß nur mäßig Bewegungsfreiheit. Am besten passt der Schuh schmalen bis mittelbreiten Füßen.

Im Rennen zählen Dynamik und mechanischer Wirkungsgrad zu den herausragenden Eigenschaften. Eine synthetische Platte und der ausgeprägte Rocker im Vorfuß sorgen für einen flüssigen Übergang und effizienten Vortrieb, besonders auf laufbaren und ansteigenden Abschnitten. Die straffe Dämpfung setzt den Schwerpunkt auf Energierückgabe statt auf maximale Filterung. Die Bodennähe und die steife Plattform verlangen jedoch einen präzisen Auftritt. Rund ein Drittel der Rückmeldungen nennt eine verbesserungsfähige Seitenstabilität und eine Ferse, die bei Querpassagen oder auf sehr ruppigen Trails zum Herausrutschen neigt.

Beim Grip zeigt sich der Schuh wetterabhängig. Auf trockenen Erdwegen sorgen die Stollen für konsequente Traktion. Sobald der Untergrund nass wird, stellen 41 Prozent der Tester die Leistungsfähigkeit der Gummimischung infrage. Auf nassen Felsplatten und Wurzeln kommt es häufig zu Gripverlust, was bei Regen technischere Strecken weniger berechenbar macht. Der flexible Zehenschutz und das robuste Mesh erfüllen ihre Schutzfunktion, die Gesamtkonstruktion bleibt jedoch minimalistisch. Auf Distanzen über 40 Kilometern kann die geringe Filterung von Unebenheiten bei wiederholten Schlägen auf felsigem Untergrund zu vorzeitiger Fußermüdung führen.

Dieses Modell ist ausschließlich für trainierte, wettkampforientierte Läufer gedacht, die auf Distanzen von 20 bis 50 Kilometern ihre Zeit optimieren wollen. Der Asics Fujispeed 4 spielt seine Stärken auf welligen, wenig technischen Trails und trockenen Untergründen aus, wo geringes Gewicht und schnelle Beschleunigung ein hohes Tempo ermöglichen.



HOKA ZINAL 3

Mit der Hoka Zinal 3 zeigt Hoka, was möglich ist: Der auf Performance ausgelegte Schuh kommt ohne Carbonplatte aus. Vielseitig, leicht und erschwinglich hat die Zinal 3 die Tester überzeugt.

Beim Anziehen bietet die Zinal 3 eine präzise, eng umschließende Passform, die besonders schmalen Füßen entgegenkommt. Die Tester loben den sofortigen Komfort. Das flexible Obermaterial schmiegt sich ohne spürbare Druckstellen an den Fuß. Die klassische Schnürung funktioniert einfach und zuverlässig, auch wenn einige Nutzer eine Möglichkeit zum Verstauen der Schnürsenkel vermissen. Die niedrige Bauweise vermittelt von Beginn an ein bodennahes Gefühl.

Auf dem Trail zählen Dynamik und Reaktionsfreude zu den großen Stärken. Die straffe Zwischensohle unterstützt schnelle Antritte und ein hohes Tempo auf verschiedensten Profilen, ganz ohne Carbonplatte. Dazu kommen ein hervorragender Fußhalt und eine ausgezeichnete Stabilität in Bewegung. Technische Passagen lassen sich mit großer Leichtigkeit und präziser Fußplatzierung bewältigen. Der Schuh unterstützt einen natürlichen, flüssigen Laufstil und fühlt sich besonders bei schnellen Richtungswechseln wohl.

Der Grip ist dank tiefer, aggressiver Stollen eine technische Trumpfkarte. Auf weichem Boden, Gras und Schlamm liefern sie tadellose Traktion. Auf trockenen Trails funktioniert die Haftung insgesamt gut, auf nassen Felsplatten kann der Grip jedoch unsicherer werden. Beim Schutz verfolgt das Modell einen minimalistischen Ansatz: Für kurze Distanzen reicht die Filterung der Unebenheiten aus, der leichte Zehenschutz ist auf sehr ruppigem Terrain gegen direkte Schläge aber nur begrenzt wirksam. Beim Mesh bleiben kleinere Fragezeichen hinsichtlich Haltbarkeit und Atmungsaktivität bei anhaltend großer Hitze.

Das Modell richtet sich an trainierte, leichte Läufer, die für kurze bis mittlere Distanzen einen agilen und reaktionsfreudigen Schuh suchen. Die Hoka Zinal 3 ist ideal für Läufer mit guter Fußtechnik, die auf technischen oder laufbaren Trails Wert auf Effizienz und direkten Bodenkontakt legen.