ASICS SaintéLyon 2026: Alle 20.000 Startplätze vergeben

LB
Von Luc Beurnaux

Veröffentlicht am Di., 15. September 2026

ASICS SaintéLyon 2026: Alle 20.000 Startplätze vergeben
© Bastien Seon

In 75 Tagen, am 28. und 29. November 2026, werden 20.000 Läuferinnen und Läufer bei einem der legendärsten Trail-Abenteuer Frankreichs an den Start gehen: bei der 72. ASICS SaintéLyon. Eine Nacht lang laufen oder wandern, mehr als 80 Kilometer durch den Winter zwischen Saint-Étienne und Lyon, um jene besondere Erfahrung zu erleben, die die ASICS SaintéLyon einzigartig macht. Das Rennen ist seit Monaten ausverkauft, weitere 25.000 Menschen stehen auf der Warteliste. Die Ausgabe 2026 bestätigt damit einen nie dagewesenen Boom.

Die 20.000 verfügbaren Startplätze für die Ausgabe 2026 der SaintéLyon, dem ältesten Ultralauf Frankreichs, waren bereits mit Öffnung der Anmeldung vergeben. Noch erstaunlicher: Heute stehen 25.000 Menschen auf der Warteliste für die 72. Ausgabe.

Hinter diesen enormen Zahlen steht eine SaintéLyon, die sich weiterentwickelt und mit ihr auch das Gesicht des Teilnehmerfelds. Mehr Frauen und jüngere Teilnehmende prägen das Rennen zunehmend: Der Frauenanteil liegt inzwischen bei 30,2 Prozent und damit drei Prozentpunkte höher als 2025.

Auch das Durchschnittsalter der Teilnehmenden sinkt weiter: von 36 Jahren 2025 auf 34 Jahre in diesem Jahr. Damit setzt sich der seit zehn Jahren anhaltende Verjüngungstrend fort.

Diese Entwicklung zeigt, dass die SaintéLyon neue Generationen für sich gewinnen kann, ohne ihre DNA und ihre treue Anhängerschaft zu verlieren.

Ein inklusives Event

Hinter den Tausenden von Startplätzen stehen ebenso viele persönliche Herausforderungen und Geschichten. Seit 2024 verkörpert das Team Paralight diese menschliche Dimension und macht sichtbare wie unsichtbare Behinderungen sichtbar. Bei der dritten Ausgabe werden erneut rund zwölf Teilnehmende, darunter Menschen mit Rückenmarksverletzungen, Amputationen, Sehbehinderungen oder Autismus, eingeladen und auf verschiedenen Distanzen begleitet, von der Ultra SaintéLyon bis zur SaintéSprint.

Laufen, um die Forschung voranzubringen

Solidarität gehört ebenfalls fest zur Geschichte der ASICS SaintéLyon, insbesondere durch die langjährige Partnerschaft mit dem Centre Léon Bérard in Lyon, einem der führenden europäischen Krebsforschungszentren. Dort arbeiten täglich fast 500 Forschende.

Fünfzig Cent pro Startplatz, Solidaritätsstartplätze und individuelle Spendenaktionen: Über die verschiedenen Ausgaben hinweg wurden bereits mehr als 500.000 Euro für die Krebsforschung gesammelt.

Auch bei der Ausgabe 2026 geht das Engagement weiter: Alle 50 angebotenen Solidaritätsstartplätze sind vergeben. Damit sollen mehr als 40.000 Euro zusätzliche Spenden zusammenkommen.

Den ökologischen Fußabdruck begrenzen

Die Umweltbilanz einer Veranstaltung entscheidet sich zu einem großen Teil schon vor dem Start: Die Anreise der Teilnehmenden verursacht rund 80 Prozent ihres CO₂-Fußabdrucks. Die ASICS SaintéLyon begegnet dieser Herausforderung unter anderem mit Start- und Zielorten, die gut per Bahn erreichbar sind. Der Zug ist schon heute das bevorzugte Verkehrsmittel der Mehrheit ihrer Läuferinnen und Läufer.

In diesem Jahr geht die Veranstaltung noch einen Schritt weiter und schließt eine neue Partnerschaft mit Trenitalia: Angemeldete Teilnehmende erhalten Vergünstigungen auf ihre Tickets. Gleichzeitig hält die Organisation den Anteil ausländischer Teilnehmender bewusst bei maximal 2 Prozent, um Flugreisen zu begrenzen und den Umstieg auf eine klimafreundlichere Mobilität voranzutreiben.