Rossignol greift mit der neuen Vezor Race Department nach der Spitze
Vor ziemlich genau zwei Jahren legte Rossignol den Grundstein für sein Trail-Engagement. Mitten in der UTMB-Woche präsentierte die Marke in Chamonix ihre erste Vezor. Ein mutiger Schritt für ein Unternehmen, das bislang eher für präparierte Skipisten als für die Wege am Mont Blanc stand. Doch der Einstieg ins Trailrunning gelang: Die Vezor überzeugte mit starkem Grip und bemerkenswerter Dynamik. Nun folgt der nächste Schritt. Wenige Tage vor dem Start des UTMB bringt Rossignol eine gezielt für den Renneinsatz weiterentwickelte Version an den Start: die Vezor Race Department.
Ein komplett überarbeitetes Obermaterial
Der Name lässt es vielleicht vermuten, doch die Race Department ist kein völlig neues Modell, sondern eine gezielte Weiterentwicklung der ursprünglichen Vezor. Die Basis bleibt unverändert: eine Kombination aus EVA-Schaum und stickstoffinjiziertem N+FOAM, eine Diapazon+-Nylonplatte und eine Michelin-Formula-Außensohle mit 4,5-mm-Stollen. Die Schuhe sind also weiterhin vergleichsweise leicht, dynamisch und griffig. Neu ist vor allem der obere Bereich: Ein verstärktes Obermaterial aus Matryx Kevlar soll den Sitz am Fuß weiter verbessern. Im Fersenbereich kommt nun eine Gamaschenkonstruktion hinzu, die für mehr Halt und zusätzlichen Schutz vor Schmutz und Steinen sorgt. Gezahnte Schnürsenkel ermöglichen außerdem eine präzisere Anpassung. Damit rückt der Schuh noch stärker in Richtung Wettkampfleistung.
Ein weiteres Detail zählt, sobald es um Performance geht: das Gewicht. Die gute Nachricht: Auf der Waage hat sich praktisch nichts verändert. 280 g pro Schuh in Größe 42 stehen 282 g bei der ursprünglichen Vezor gegenüber. Rossignol hat also zusätzlichen Schutz integriert, ohne Gewicht draufzupacken. Das spricht für technisches Know-how und eine ausgesprochen konsequente Produktentwicklung.
Technische Daten
Gewicht : 280 g (42) / 250 g (39)
Sprengung : 6 mm
Stack : 30 mm
Stollen : 4,5 mm
Mesh : Matryx Micro Open Weave
Zwischensohle : zweilagiges EVA und stickstoffinjizierter, superkritischer N+FOAM-Schaum
Platte : Diapazon+ (Nylon-Glasfaser-Verbundmaterial)
Außensohle : Michelin, Formula-Gummimischung
Einsatzbereich : technisch, felsig
Ihr DNA treu geblieben: Tempo auf technischem Terrain
Die Vezor ist DAS Performance-Modell im Rossignol-Trailprogramm. Vor allem die Dynamik des Schuhs beeindruckt. Das Zusammenspiel der beiden Schäume mit der DIAPAZON+-Platte sorgt für spürbare Energierückgabe, besonders der Rebound unter dem Fuß kommt bei den Athleten gut an. Dazu kommt der Grip. Jedes Element der Sohle wurde darauf ausgelegt, beim Abbremsen optimalen Halt zu liefern, selbst in den technischsten Abstiegen. Die Michelin-Sohle und ihre hochwertigste Formula-Gummimischung wurden eigens für die Vezor entwickelt.
Mit dem neuen, durch Matryx Kevlar verstärkten Obermaterial wirkt das Modell bereits wie eines der komplettesten am Markt. Die Athleten des Team Rossignol Trail Running werden dem wohl kaum widersprechen.
Mit diesen neuen Schuhen an den Füßen macht mir das Laufen noch mehr Spaß als zuvor! Man fühlt sich wirklich frei, überall und auf jedem Untergrund schnell zu laufen. Der Knöchel hat mehr Bewegungsfreiheit und Schutz, und ich finde, dass die Vezor Race Department auch an Dynamik gewonnen hat. Die Arbeit an der Gamasche im Fersenbereich, die neuen Schnürsenkel und das Matryx-Mesh haben sich wirklich ausgezahlt: Herausgekommen ist ein optimales Verhältnis aus Präzision, Schutz, Stabilität und Atmungsaktivität!
Race Department: Rossignols neues Label für Höchstleistung
Auf dem Papier fällt das Update des Modells überschaubar aus. Tatsächlich ist es Teil eines größeren strategischen Projekts: Rossignol baut ein eigenes Performance-Label auf. Die Vezor Race Department ist das erste Produkt, das offiziell unter dem neuen Label Rossignol Race Department geführt wird. Der Launch ist für 2027 geplant, pünktlich zum 120-jährigen Bestehen der Marke. Das Label soll disziplinübergreifend die wettkampfstärksten Produkte des Unternehmens aus Isère bündeln. Im Mittelpunkt stehen drei Säulen: iterative Entwicklung auf höchstem Leistungsniveau, enge Zusammenarbeit mit den Athleten im Gelände und Innovation auf Grundlage eines einzigartigen Know-hows mit jahrzehntelanger Forschungs- und Entwicklungsarbeit.
Materialfans dürften bei dieser Ankündigung auf ihre Kosten kommen. Über die Vezor Race Department hinaus ist vor allem eines bemerkenswert: Rossignol bekennt sich klar zu einer eigenen Wettkampfstrategie. Nach zwei Jahren Praxistest beschränkt sich die Marke nicht mehr darauf, den Trailmarkt auszuloten. Rossignol hat ehrgeizige Ziele und will sich dauerhaft im Trailrunning etablieren. Heute führt der Weg dorthin über maximale Performance und Präsenz auf den Podien der großen Rennen. In den vergangenen zwei Jahren hat die Marke ihre Glaubwürdigkeit bereits deutlich gestärkt.
Die drei Säulen des neuen Race-Department-Labels
Performance-Entwicklung : Iterative Entwicklung und präzise Fertigung für intuitive Ausrüstung mit unmittelbarer Reaktionsfreudigkeit und kompromissloser Zuverlässigkeit.
Zusammenarbeit mit Athleten : Enge Abstimmung und gemeinsame Entwicklung mit Athleten, um Fortschritte unter realen Rennbedingungen zu überprüfen und das Gefühl von Kontrolle weiter zu verfeinern.
Innovation : Spitzentechnologien und die Erfahrung aus jahrzehntelanger disziplinübergreifender Leistung nutzen, um die Grenzen des Wettkampfsports zu verschieben.
Die Ergebnisse sprechen schon vor dem offiziellen Launch für sich
Offiziell vorgestellt wurde die Vezor Race Department erst heute. Im Wettkampf war sie allerdings bereits im Einsatz. Die Athleten des Team Rossignol Trail Running trugen sie in dieser Saison bei mehreren großen Rennen. Lucien Mermillon holte den Sieg beim Verbier Marathon by UTMB (2026). Goulwen Kerneguez erreichte beim 100 Km d'Alsace by UTMB einen starken vierten Platz, während Marine Quintard die MCC (2025) gewann, damals noch mit der ersten Vezor am Fuß. Ergebnisse, die zeigen, dass Rossignol Boden gutmacht.
Wo ordnet sich die Vezor Race Department im Rossignol-Trailprogramm ein?
Mit der Vezor Race Department wächst Rossignols Trailprogramm weiter. Mit ihrem Stack von nur 30 mm bleibt die Vezor die Performance- und Wettkampfvariante für kurze bis mittlere Distanzen. Die in diesem Frühjahr vorgestellte Vercors, die bereits beim Trail Test Camp auf dem Prüfstand stand, richtet sich an lange Distanzen und Ultra-Rennen. Die Race Department setzt sich nun an die Spitze der Vezor-Familie, als radikalste Version der Rennlinie. Kein zwingend viertes Modell, sondern eine konsequente Weiterentwicklung des Originals.
Zwei Jahre nachdem Rossignol in Chamonix alle überrascht hat, arbeitet sich die Marke im Trailrunning vor. Mit dem neuen Race-Department-Label geht das französische Unternehmen den nächsten Schritt. Es baut nun eine echte Wettkampfsparte auf, mit eigens entwickelten Produkten und einem klaren Fokus auf Innovation und Athleten. Der Ansatz scheint aufzugehen. Die Ergebnisse im Gelände stützen die Marketingbotschaften. Im kommenden Frühjahr wird sich zeigen, ob die Vezor Race Department den Erwartungen gerecht wird. Nach der Qualität der ersten Version zu urteilen, spricht vieles für einen Erfolg.
Die Vezor Race Department ist ab Februar 2027 auf rossignol.com erhältlich.