UTMB 2026: Noémie Lepoutre und Gatien Airiau eröffnen die Rennwoche mit dem MCC-Sieg

LB
Von Luc Beurnaux

Veröffentlicht am Mo., 24. August 2026

Aktualisiert am Di., 25. August 2026

UTMB 2026: Noémie Lepoutre und Gatien Airiau eröffnen die Rennwoche mit dem MCC-Sieg
© Franck Oddoux / UTMB

Die MCC führt von der Schweizer Gemeinde Martigny-Combe nach Chamonix: 40 km, 2.350 Höhenmeter. Traditionell ist sie der Auftakt zur Rennwoche des UTMB Mont Blanc.

Bei ihrer Einführung im 2018 sollte die MCC es lokalen Läuferinnen und Läufern, den auf den anderen Rennen der Woche eingesetzten Volunteers sowie den Eventpartnern ermöglichen, ebenfalls mitzufeiern: Startnummer an die Brust, Auftaktrennen zu Wochenbeginn, eine zugängliche, aber trotzdem anspruchsvolle Strecke.

Mit den Ausgaben und dem Erfolg dieses Marathon-Formats ist auch die MCC selbst zum begehrten Ziel geworden: für aufstrebende Trailrunnerinnen und Trailrunner, aber auch für alle, die sich in dieser Schlüsselwoche in Chamonix vor großem Publikum zeigen wollen.

Nach der YCC, die den jungen Talenten vorbehalten ist, ist die MCC im UTMB-Mont-Blanc-Programm oft der nächste Schritt. Das bestätigte sich auch dieses Jahr: Bei den Frauen besteht das Podium aus Athletinnen unter 30, bei den Männern sind die ersten beiden gerade erst über 30, und der Dritte ist 20 Jahre alt.

Eine Strecke rauf und runter

Los ging’s heute Morgen um 10 Uhr in Martigny-Combe, jenseits der Grenze in der Schweiz, bei strahlender Sonne und 23 Grad.

1.456 Trailrunnerinnen und Trailrunner standen am Start, auf einem Kurs, der zunächst im Zickzack über die Straße durch die Weinberge führte, bevor er auf einen Weg Richtung Col de la Forclaz wechselte. In der ersten Rennhälfte ging es weiter bergauf bis zum spektakulären Col de Balme und seiner Hütte mit den roten Fensterläden. Danach hieß es abtauchen ins Tal: die letzten 20 Kilometer hinunter Richtung Argentière, La Joux und schließlich ins Ziel nach Chamonix.

Das Männerrennen gewann der Grenobler Gatien Airiau (Salomon), Product Marketing Manager beim Ausrüster. Am Ende setzte er sich mit gerade einmal 23 Sekunden durch, vor dem amtierenden französischen Meister im Trail Long, Florian Bernabeu-Seguy. In La Forclaz noch auf Rang 7., am Col de Balme schon 3. und in Argentière schließlich 2.: Der Annécien brauchte nur ein paar Kilometer, um wieder an den Führenden heranzulaufen. Der junge Franzose Jules Mongellaz (Colibri Academy), 20 Jahre alt, stieß mit Platz drei dieser MCC endgültig in die erste Reihe vor.

Podium Männer:

1 Gatien Airiau (Frankreich) 3:26’58

2 Florian Bernabeu-Seguy (Frankreich) 3:27’21

3 Jules Mongellaz (Frankreich) 3:30’56

Bei den Frauen ging der Sieg an die Belgierin Noémie Lepoutre, 22 Jahre, Veterinärmedizinstudentin. Sie erfüllte sich damit „ihren Kindheitstraum (sic)“ und blieb obendrein unter vier Stunden, bei ihrem ersten Rennen über 25 km. Als Siegerin des Asics Méribel Trail in dieser Saison und Zweite beim Montée du Nid d’Aigle 2026 setzte die Belgierin ihren entscheidenden Move zwischen La Forclaz und dem Col de Balme, um mögliche Konkurrentinnen abzuschütteln.

Im Ziel hatte sie mehr als 30 Minuten Vorsprung auf die Französin Pauline Girardet (Salomon), 24 Jahre, frühere Eistänzerin und aktuell Ärztin in Weiterbildung. Platz drei ging an Juliette Chassagne, die Schwester von Baptiste, 2. der UTMB 2024. Mit 25 lief die jüngere Schwester ein nahezu perfektes Rennen, nur 1’30 an Rang zwei vorbei.

Podium Frauen:

1 Noémie Lepoutre (Belgien) 3:55’55

2 Pauline Girardet (Frankreich) 4:24’43

3 Juliette Chassagne (Frankreich) 4:26’13