Verletzt: Ludovic Pommeret verschenkt seinen Templiers-Startplatz und übernimmt die Betreuung in Millau
Veröffentlicht am Fr., 18. September 2026
Wegen einer Fußverletzung muss Ludovic Pommeret auf den Endurance Trail des Templiers verzichten. Seinen Frust verwandelt der Savoyer in eine starke Geste: Er verschenkt seinen Startplatz für die 100 Kilometer in Millau und will den Gewinner gemeinsam mit seiner Frau Céline betreuen.
Acht Jahre nach seiner letzten Teilnahme wollte er zu den Templiers zurückkehren. Doch nun wird Ludovic Pommeret beim Endurance Trail nicht an den Start gehen. Das Rennen über 100 Kilometer und 4.309 Höhenmeter findet am Freitag, 16. Oktober, in Millau statt. Start ist um 4:00 Uhr.
Der Sieger des UTMB 2016 und der Diagonale des Fous 2021 sowie dreifache Gewinner des Hardrock 100 verletzte sich am 2. September beim Heimwerken. Eine Flex trennte ihm eine Sehne im Fuß durch. Der 51-jährige Savoyer darf den Fuß mehrere Wochen nicht belasten und muss zudem die geplante Knieoperation verschieben. Sein Startplatz bleibt trotzdem nicht ungenutzt.
„Wir dachten, dass wir uns nützlich machen können“
Ludovic Pommeret verschenkt den Startplatz über ein Gewinnspiel in seinen sozialen Netzwerken. Teilnehmen kann nur, wer unter anderem in der Lage ist, mehr als 100 Kilometer zu laufen, noch keinen Startplatz besitzt und keine eigene Betreuung hat.
Denn der Gewinn geht weit über den einfachen Startplatz hinaus. Ludovic und seine Frau Céline übernehmen bei den fünf Verpflegungsstationen des Endurance Trail selbst die Betreuung des Läufers: „Seit mindestens 15 Jahren kümmert sich Céline um meine Verpflegung, und ich weiß, was es bedeutet, jemanden an seiner Seite zu haben und die eigene Verpflegung zu bekommen“, erklärt Ludovic Pommeret.
Bei einem 100-Kilometer-Rennen ist diese Erfahrung besonders wertvoll. Im Laufe der Stunden kann der Umgang mit Ernährung, Ausrüstung und den individuellen Bedürfnissen des Läufers entscheidend werden. Ludovic Pommerets Partner Private Sport Shop legt dem Gewinn außerdem ein Näak-Paket und ein Paar HOKA-Schuhe bei. Auch wenn der französische Ultraläufer nicht auf den Trails unterwegs sein wird, ist er in Millau trotzdem dabei. Dieses Mal geht es für ihn nicht darum, selbst die Ziellinie zu überqueren. Er hilft jemand anderem dabei. Eine großartige Initiative.